Stadtkreis Freital
(Die Stadt Freital entstand 1921 aus dem Zusammenschluss der Landgemeinden Deuben, Döhlen und Potschappel, Kreis Dresden-Altstadt)

Zugehörigkeit staatlich:
bis 1945 Land Sachsen, Regierungsbezirk Dresden-Bautzen
1945 - 1949 Sowjetische Besatzungszone, Land Sachsen
1949 - 1952 DDR, Land Sachsen
1952 - 1990 DDR, Bezirk Dresden, Landkreis Freital
Zuständ. Justiz (1894): Amtsgericht Döhlen, Landgericht Dresden, Oberlandesgericht Dresden
Zuständ. Finanzamt (1927): Finanzamt Freital, Landesfinanzamt Dresden
Zuständ. Gau 1933-1945: Sachsen
Zuständ. Militärdienst (1885): XII. Armeekorps
Zugehörigkeit ev. Kirche (1939) Evangelisch-lutherische Landeskirche des Freistaats Sachsen
Zugehörigkeit kath. Kirche (1939): Bistum Meißen


Besonderheiten Stadt Freital nach dem Ortsbuch 1927:
Zollamt.

Ortslexikon der DDR 1986:
Stadt im Kreis Freital, PLZ 8210.

Deuben, Dorf:
(1894 Amtshauptmannschaft Dresden-Altstadt, Amtsgericht Döhlen, Post Deuben;
Besonderheiten 1894: Bahnhof der Linie Dresden-Chemnitz der Sächsischen Staatsbahn, evangelische und katholische Pfarrkirche, Koch- und Haushaltungsschule; Fabrikation von Hohl-, Tafel- und Wasserglas, Beleuchtungsartikeln, Emaille, Gußstahl, Schmirgel und Lack, Ziegelbrennerei)
5.259 (1875)
6.115 (1880)
6.864 (1890)

Döhlen, Dorf und Rittergut:
(1894 Amtshauptmannschaft Dresden-Altstadt, Amtsgericht Döhlen, Post Pottschappel;
Besonderheiten 1894: Vorschußverein, evangelische Pfarrkirche, Eisengießerei und Maschinenfabrik; chemische, Gußstahl-, Glas- und Tonwarenfabrikation, Steinkohlenbergbau, Burgreste auf dem Burgwartsberg)
2.265 (1875)
2.194 (1880)
2.948 (1890)

Einwohner Potschappel, Dorf und Rittergut:
(1894 Amtshauptmannschaft Dresden-Altstadt, Amtsgericht Döhlen, Post Potschappel;
Besonderheiten 1894: Bahnhof der Linien Dresden-Chemnitz und Potschappel-Wilsdruff der Sächsischen Staatsbahn, Mittelpunkt des Steinkohlenbergbaues im Plauenschen Grund; Fabriken für Porzellan, Zündwaren, Blumen, Blumenblätter etc.)
3.453 (1875)
3.520 (1880)
4.450 (1890)

Einwohner Stadt bzw. Stadtkreis Freital
36.558 (1925), davon 29.067 Evangelische, 1.343 Katholiken, 59 sonstige Christen, 17 Juden
36.829 (1933), davon 27.891 Evangelische, 1.476 Katholiken,   5 sonstige Christen, 18 Juden
37.167 (1939), davon 29.078 Evangelische, 1.590 Katholiken, 50 sonstige Christen,   0 Juden
40.048 (31.   8. 1950)
37.565 (31. 12. 1960)
42.103 (  1.   1. 1971)
45.805 (31. 12. 1981)
42.372 (31. 12. 1988)

Die Reichstagswahlen vom
im Stadtkreis Freital
5. 3. 1933
Abgegebene gültige Stimmen insgesamt 24.944
NSDAP 6.376
SPD 10.018
KPD 6.362
Zentrum 312
DNVP (Kampffront Schwarz-weiß-rot) 943
DVP - Deutsche Volkspartei 414
Christlich-sozialer Volksdienst 284
Deutsche Bauernpartei 4
Deutsch-Hannoversche Partei 0
DDP (Deutsche Staatspartei) 227
Andere Parteien 4


Einwohner Landkreis Freital
107.500 (31. 12. 1955)
101.345 (31. 12. 1960)
  89.455 (31. 12. 1975)
  76.700 (  3. 10. 1990)


Quellen:

Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01. 01. 1948 in den neuen Ländern. Herausgegeben vom Statistischen Bundesamt. Stuttgart, 1995.

Neumanns Orts-Lexikon des Deutschen Reichs. Ein geographisch-statistisches Nachschlagebuch für deutsche Landeskunde. Dritte, neu bearbeitete und vermehrte Auflage von Wilhelm Keil. Leipzig, 1894.

Das Ortsbuch für das Deutsche Reich. Herausgegeben in Verbindung mit der Deutschen Reichsbahn und Deutschen Reichspost. Berlin, 1927.

Ortslexikon der Deutschen Demokratischen Republik. Bearbeitet von Karla Balkow und Werner Christ. Heidelberg, 1986.

Statistik des Deutschen Reichs. Alte Folge, Band 57: Die Volkszählung im Deutschen Reich am 1. Dez. 1880. Berlin, 1883.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 240: Die Volkszählung im Deutschen Reiche am 1. 12. 1910. Berlin, 1915.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 401: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1925. Heft 1: Die Bevölkerung im Deutschen Reich nach den Ergebnissen der Volkszählung 1925. Teil I: Einführung in die Volkszählung 1925. Tabellenwerk. Berlin, 1928.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 434: Die Wahlen zum Reichstag am 31. Juli und 6. November 1932 und am 5. März 1933 (Sechste bis achte Wahlperiode). Berlin, 1935.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Berlin, 1939.
Teil I: Altreich und Land Österreich.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 451: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1933. Heft 3: Die Bevölkerung des Deutschen Reichs nach der Religionszugehörigkeit. Berlin, 1936.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 550: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Berlin, 1940.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 552: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 17. Mai 1939.
Heft 3: Die Bevölkerung des Deutschen Reichs nach der Religionszugehörigkeit. Berlin, 1942.
Heft 4: Die Juden und jüdischen Mischlinge im Deutschen Reich. Berlin, 1944.

Statistisches Jahrbuch der Deutschen Demokratischen Republik 1955. Herausgegeben von der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik. Berlin (Ost), 1956.

Statistisches Jahrbuch der Deutschen Demokratischen Republik 1960/61. Herausgegeben von der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik. Berlin (Ost), 1961.

Statistisches Jahrbuch der Deutschen Demokratischen Republik 1976. Herausgegeben von der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik. Berlin (Ost), 1976.

Statistisches Jahrbuch der Deutschen Demokratischen Republik 1989. Herausgegeben von der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik. Berlin (Ost), 1989.

Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1992. Herausgegeben vom Statistischen Bundesamt. Wiesbaden, 1992.


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